Fort Hahneberg

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Sinn und Zweck des Fort Hahneberg war es, Spandau zu schützen, welches bis 1920 von Berlin unabhängig war und die größte Waffenschmiede des deutschen Reiches darstellte. Als potenzielle Feinde erachtete man im ausgehenden 19. Jahrhundert Frankreich und Österreich-Ungarn. Die von 1560-1594 errichtete Zitadelle war zu diesem Zeitpunkt hoffnungslos veraltet. Es galt, die wichtigen Rüstungsfabriken dem feindlichen Artilleriebeschuss, welcher bereits eine maximale Reichweite von bis zu 10 km aufwies, komplett zu entziehen. Um dies zu erreichen, ging man im 19. Jahrhundert dazu über, Festungstädte mit einem geschlossenen Gürtel aus 10 bis 12 Forts zu umgeben, welche im Idealfalle 5-6 km von der Stadtgrenze entfernt, einen Angreifer mit der in Ihr aufgestellten Artillerie auf Distanz gehalten haetten. Für Spandau waren lediglich vier solcher Forts vorgesehen. Letztendlich realisierte man von Juli 1882 bis 1886 (Indienststellung 1888) aber nur das Fort Hahneberg als Fort II des geplanten Halbgürtels. Die anderen Forts ersparte man sich, weil dieser Forttypus mit dem Aufkommen der Brisanzgranaten seit 1883 total veraltet war. Außerdem wollte man sich lieber auf den Ausbau grenznaher Städte konzentrieren.

Errichtet wurde das Fort, indem man den Hahneberg als natürliche Erhebung ausschachtete und das aus ca. 28 Mio Ziegelsteinen erbaute Fort in die Grube setzte.

Weitere Infos zum Fort Hahneberg erhalten Sie unter www.forthahneberg.de